Bildung und Digitalisierung

Bildung und Digitalisierung

Inhaltsangabe

Bildung und Digitalisierung beschreibt die tiefgreifende digitale Transformation Schule, Hochschulen und Weiterbildung durch neue Technologien. Der Begriff umfasst Lehr-Lern-Prozesse, E-Learning-Angebote, Prüfungsformate, administrative Abläufe und die Bildungsinfrastruktur. Diese Einleitung setzt den Rahmen für den gesamten Beitrag und erklärt, warum Bildungsdigitalisierung heute zentral ist.

In Deutschland zeigt sich digitale Bildung Deutschland als ein heterogenes Bild. Initiativen wie der DigitalPakt Schule und der Hochschulpakt fördern Infrastruktur und Ausstattung. Zugleich ergänzen private Anbieter wie Cornelsen und Startups aus dem EdTech-Segment staatliche Angebote.

Die Zielgruppen reichen von Grund- und Sekundarschulen über Universitäten bis zur beruflichen Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen. Lehrende, Entscheider in Bildungseinrichtungen und Einkäufer benötigen daher fundierte Vergleiche. Ein Artikel mit Produktbewertungen hilft bei der Auswahl sicherer und geeigneter Lösungen.

Zum Abschluss gibt die Einleitung eine kurze Vorschau: Zuerst folgt ein Überblick über den aktuellen Stand, dann Kapitel zu Plattformen, didaktischen Konzepten, technischer Infrastruktur, Lehrkräftequalifikation und konkreten Produktbewertungen. So wird Bildungsdigitalisierung systematisch und nutzerorientiert behandelt.

Bildung und Digitalisierung

Die digitale Transformation Bildung verändert Lernräume, Lehrpläne und Verwaltung. Dieser Abschnitt gibt einen kompakten Überblick über den Stand in Deutschland, erklärt zentrale Begriffe und zeigt, warum Schulen, Hochschulen und Weiterbildung betroffen sind.

Übersicht über den aktuellen Stand in Deutschland

Die Ausstattung mit Endgeräten und Breitband-Anbindung variiert stark nach Bundesland. Viele Schulen profitieren vom DigitalPakt Schule, doch die praktische Umsetzung zieht sich in einigen Regionen hin.

Hochschulen nutzen verbreitet Lernmanagementsysteme wie Moodle und ILIAS. Zahlreiche Studiengänge bieten digitale oder hybride Formate an, was die Reichweite der Lehre erhöht.

Weiterbildung verlagert sich zunehmend ins Netz. MOOCs und Anbieter wie Coursera, edX und iversity bedienen Berufstätige mit flexiblen Angeboten.

Institutionen wie das BMBF, die Kultusministerkonferenz und der Stifterverband liefern Studien und Förderprogramme, die im Bildungsmonitor regelmäßig dokumentiert werden.

Wichtige Begriffe und Konzepte

E-Learning steht für elektronisch gestützte Lernprozesse. Blended Learning mischt Präsenz und digitale Anteile, während Flipped Classroom Inhalte vorab digital bereitstellt.

Adaptive Lernsysteme passen Inhalte an den Lernfortschritt an. Beispiele sind Plattformen, die Lernpfade personalisieren, um Digitale Kompetenzen zu stärken.

LMS bezeichnet Lernmanagementsysteme zur Organisation von Kursen. Learning Analytics analysiert Lerndaten, um Lehrangebote zu optimieren. OER wie Serlo bieten freie Lernmaterialien.

Relevanz für Schulen, Hochschulen und Weiterbildung

Für Schulen eröffnet die Digitalisierung Chancen auf individualisiertes Lernen und effizientere Verwaltung. Gleichzeitig stehen Datenschutz, digitale Ungleichheit und Fortbildungsbedarf im Fokus.

Hochschulen profitieren von Skaleneffekten und neuen Prüfungsformaten. Kooperationen mit EdTech Deutschland fördern Forschungstransfer und innovative Lehrformate.

In der beruflichen Weiterbildung sorgt digitale Formate für Flexibilität und Kompetenzorientierung. Unternehmen setzen vermehrt auf digitale Lösungen, um Mitarbeitende weiterzubilden.

Aktuelle Daten aus dem Bildungsmonitor und Berichten der Bertelsmann Stiftung sowie OECD-Studien bieten fundierte Grundlagen für Entscheidungen in Politik und Praxis.

Digitale Lernplattformen und Tools

Digitale Lernplattformen prägen den Schul- und Hochschulalltag. Sie verbinden Lehrinhalte, Kommunikation und Prüfungsmanagement. Lehrkräfte und IT-Verantwortliche suchen Kriterien, um passende Systeme auszuwählen und datenschutzkonforme Lösungen zu betreiben.

Kriterien für die Auswahl geeigneter Plattformen

Bei der Auswahl steht die pädagogische Passung im Vordergrund. Die Plattform muss kollaboratives Arbeiten, formative Steuerung und Interaktivität unterstützen.

Benutzerfreundlichkeit ist wichtig. Intuitive Bedienung, mobile Verfügbarkeit und klare Lernpfade erleichtern den Einsatz im Unterricht.

Integrationsfähigkeit entscheidet über den Praxisnutzen. Schnittstellen zu Schulverwaltung, Identity-Management wie Shibboleth und Standards wie SCORM oder xAPI sind oft erforderlich.

Skalierbarkeit und Kosten beeinflussen die Entscheidung. Open-Source-Systeme bieten oft niedrigere Lizenzkosten, während proprietäre Lösungen Supportpakete liefern.

Support, Community und regelmäßige Updates sichern die Weiterentwicklung. Dokumentation und aktive Communities sind Pluspunkte.

Barrierefreiheit nach WCAG-Standards gewährleistet Zugänglichkeit für alle Lernenden.

Beliebte Plattformen im deutschen Markt

Moodle ist ein weit verbreitetes Open-Source-LMS mit großer Community und hoher Anpassbarkeit. Viele Hochschulen und Schulen nutzen Moodle für Kursverwaltung und Prüfungen.

ILIAS punktet mit starken Verwaltungsfunktionen und gilt als solide Wahl für Hochschulen und Schulträger mit komplexen Anforderungen.

Kommerzielle Angebote wie itslearning richten sich gezielt an Schulen und liefern integrierte Werkzeuge für Unterricht und Kommunikation.

Für interaktive Inhalte ist H5P oft die erste Wahl, da es interaktive Übungen und Multimedia-Aufgaben leicht umsetzbar macht.

Weitere Tools wie BigBlueButton für Videokonferenzen, Microsoft Teams und Google Workspace for Education ergänzen den Werkzeugkasten, wobei die Wahl oft vom Datenschutz und den Landesvorgaben abhängt.

Sicherheits- und Datenschutzaspekte

Datenschutz ist ein zentrales Kriterium. Die Einhaltung der Datenschutz DSGVO Bildung ist für alle Anbieter relevant, wenn personenbezogene Daten von Minderjährigen verarbeitet werden.

Hosting in Deutschland oder der EU wird häufig bevorzugt. Viele Einrichtungen betreiben Moodle oder ILIAS lokal, um mehr Kontrolle über Daten zu behalten.

Empfehlungen umfassen das Prüfen von Auftragsverarbeitungsverträgen, den Einsatz von TLS-Verschlüsselung und ein sorgfältiges Rollen- und Rechtemanagement.

Regelmäßige Sicherheitsupdates und Audits minimieren Risiken. Bei Nutzung US-basierter Cloud-Dienste sind passende Vertragsklauseln und technische Schutzmaßnahmen besonders wichtig.

Didaktische Konzepte für digitales Lehren und Lernen

Digitale Lehrkonzepte verbinden Präsenz und Onlinephasen mit dem Ziel, Lernprozesse gezielter zu steuern. Lehrkräfte nutzen verschiedene Modelle, um Inhalte zu verteilen, Lernzeit sinnvoll zu strukturieren und Interaktion zu fördern.

Blended Learning und Flipped Classroom

Blended Learning kombiniert Präsenzunterricht mit digitalen Lerneinheiten. Lernende bereiten sich vorab mit Videos, Texten oder Quizzen vor. Präsenzzeit dient dann für Anwendung, Diskussion und Projektarbeit.

Beim Flipped Classroom verlagert sich die Wissensvermittlung in die Vorphase. Lehrkräfte setzen Screencasts oder Erklärvideos ein. Universitäten und Schulen berichten von besserer Nutzung der Präsenzzeit und höherer Interaktivität.

  • Praxis: Video-Lektionen vor dem Treffen, Workshops in Präsenz.
  • Vorteil: Individuelle Vorbereitung, gezielte Vertiefung.
  • Tool-Beispiele: Lernplattformen für Kursverwaltung und Videohosting.

Adaptive Lernsysteme und personalisiertes Lernen

Algorithmen für adaptives Lernen analysieren Aufgabenbeantwortung und Lernverhalten. Systeme passen Inhalt, Übungsniveau und Feedback automatisch an.

personalisiertes Lernen nutzt Learning Analytics, um individuelle Lernpfade zu gestalten. Anbieter wie Scoyo zeigen, wie adaptive Inhalte K-12-Unterricht unterstützen.

  • Chance: Effizienzsteigerung und gezielte Fördermaßnahmen.
  • Risiko: Transparenz der Algorithmen und pädagogische Begleitung sind nötig.

Methoden zur Lernmotivation und digitalen Interaktion

Lernmotivation digital steigt mit motivierenden Elementen und sozialer Präsenz. Gamification setzt Punkte, Badges und Ranglisten ein, wie bekannte Sprachlern-Apps zeigen.

Kollaborative Tools fördern Austausch und Peer-Feedback. Foren, Wikis und gemeinsame Dokumente ermöglichen synchrone und asynchrone Zusammenarbeit.

  • Formative Assessments liefern laufend Rückmeldung und stärken Selbststeuerung.
  • Kommunikationsstrategien: regelmäßige Feedbackschleifen und Mentoring erhöhen Engagement.

Technische Infrastruktur und Zugänglichkeit

Für funktionsfähigen Unterricht ist eine stabile Breitbandanbindung Schulen die Grundlage. Videokonferenzen und Cloud-Dienste benötigen Upload- und Download-Kapazitäten, die pro Nutzer geplant werden. Netzwerktopologie und Bandbreitenmanagement verhindern Engpässe während Klassensitzungen.

Die ICT Infrastruktur Bildung umfasst mehr als reine Leitungen. Serverkapazitäten für lokale Dienste, vernetzte Drucker und Scanner sowie Backup-Systeme sichern Unterrichtsabläufe. Rechenzentren oder kommunale IT-Dienste übernehmen Wartung und Sicherheitsupdates.

Bei Endgeräte Schulen stehen Tablets, Laptops und projektbezogene Ausstattung wie interaktive Tafeln im Vordergrund. Eine klare Beschaffungsstrategie reduziert Folgekosten. Peripherie wie Headsets und Kameras verbessert hybride Formate.

WLAN in Schulen muss Ausfallsicherheit und ausreichende Abdeckung bieten. Professionelles Site-Planning, Access-Point-Management und QoS-Einstellungen sorgen für gleichbleibende Leistung. Anbieter stellen oft spezielle Lösungen für Schulnetze bereit.

Barrierefreiheit E-Learning verlangt technische Umsetzung nach WCAG, Support für Screenreader und alternative Medienformate. Anpassungsmöglichkeiten für Lernende mit Förderbedarf sollten bei Plattformwahl und Gerätelieferung bedacht werden.

Digitale Spaltung erfordert aktive Maßnahmen. Leihgeräte, subventionierte Internetzugänge und schulische Ausleihsysteme schaffen Chancengleichheit. Ein klarer Plan für Inventarverwaltung erleichtert die Verteilung.

Für Resilienz sind Offline-Funktionen und lokale Backups wichtig. Lernplattformen mit synchronisierbaren Inhalten erlauben Distanzunterricht auch bei Leitungsstörungen. Notfallpläne regeln Verantwortlichkeiten bei längeren Ausfällen.

Kostenplanung umfasst Anschaffung, Wartung, Lizenzen und Fortbildung. Schulen sollten Angebote von EU-Hostern wie Hetzner oder Ionos prüfen und Open-Source-Alternativen erwägen, um langfristig Kosten zu senken.

Rolle von Lehrkräften und Fortbildung

Lehrkräfte tragen die Verantwortung, digitale Lernumgebungen pädagogisch sinnvoll zu gestalten. Ihre Aufgaben reichen von technischen Aufgaben bis zur Begleitung sozialer Lernprozesse. Ein gezielter Ausbau von Lehrkräfte Digitalisierung Kompetenzen ist dafür zentral.

Die folgenden Punkte zeigen konkrete Fähigkeitsbereiche und erprobte Formate für nachhaltige Entwicklung. Sie geben Orientierung für Schulen, Hochschulen und Fortbildner.

Kompetenzen, die Lehrkräfte benötigen

  • Technische Grundkompetenz: sichere Bedienung von LMS, Videokonferenz-Tools und das Erstellen digitaler Lerninhalte.
  • Didaktische Kompetenz: Planung digitaler Lernarrangements, Auswahl passender Tools und Bewertung digitaler Leistungen.
  • Rechtliche und ethische Kenntnisse: DSGVO-Grundlagen, Umgang mit OER und Urheberrechtsfragen.
  • Soziale und organisatorische Fähigkeiten: Moderation digitaler Diskussionen, Zeitmanagement und hybride Klassenführung.

Formate für effektive Fortbildungen

  • Blended-Professional-Development: Kombination aus Präsenzworkshops, Online-Selbststudium und individuellem Coaching.
  • Peer-Learning und Learning Communities: Netzwerke für kollegialen Austausch, Hospitationen und gemeinsame Projektarbeit.
  • Microlearning und On-Demand-Ressourcen: kurze, praxisnahe Module zu Werkzeugen wie H5P oder Lernplattform-Funktionen.
  • Zertifizierungen und Hochschulkurse: strukturierte Angebote von Landesinstituten, Universitäten und anerkannten Anbietern.

Best-Practice-Beispiele aus Schulen und Universitäten

  • FernUniversität in Hagen und die E-Learning-Unit der RWTH Aachen zeigen, wie strukturierte Supportzentren Lehrende systematisch begleiten.
  • Schulverbünde, die Mentorenprogramme, Geräteverwaltung und Fortbildungspläne verknüpfen, stärken den Praxisbezug.
  • Medienpädagogische Zentren auf Landesebene bieten regional abgestimmte Angebote und unterstützen bei Fragen zur Medienkompetenz Lehrer.
  • Stiftungen wie der Stifterverband und EdTech-Anbieter liefern ergänzende Professional Development EdTech-Angebote für Schulen.

Evaluationen belegen, dass Fortbildung digitale Bildung am besten wirkt, wenn Inhalte praxisnah, zeitlich flexibel und durch Coaching begleitet sind. Langfristige Veränderung entsteht, wenn Lehrende kontinuierlich ihre Medienkompetenz Lehrer erweitern und Bildungsinstitutionen Fortbildung strategisch verankern.

Produktbewertung: Tools und Lösungen für digitale Bildung

Die Produktbewertung EdTech zeigt, wie Schulen, Hochschulen und Weiterbildende systematisch vorgehen können. Bewertet werden pädagogische Wirksamkeit, Benutzerfreundlichkeit, Datenschutz, Kosten, Integrationsfähigkeit, Support und Skalierbarkeit. Die Methodik kombiniert Hands-on-Tests, Nutzerfeedback von Lehrkräften und Lernenden, Dokumentationsprüfung sowie technische Benchmarks.

Im LMS Test Vergleich schneiden Moodle und ILIAS oft gut ab. Moodle punktet mit Anpassbarkeit und einer starken Community, verlangt aber Administrationsaufwand. ILIAS bietet umfangreiche Verwaltungsfunktionen, während itslearning mit schulorientiertem Support überzeugt. Für Kommunikation und Videokonferenz zeigen EdTech Reviews, dass BigBlueButton als Open-Source-Lösung gut integrierbar ist. Microsoft Teams und Zoom sind verbreitet, benötigen jedoch genaue Datenschutzprüfungen.

Interaktive Content-Tools wie H5P erleichtern die Erstellung von Übungen, während Bettermarks und die Anton App für K‑12-Fächer starke Übungsangebote liefern. Adaptive Systeme und Learning Analytics bieten personalisierte Lernpfade, bringen aber erhöhte Transparenz- und Datenschutzanforderungen mit sich. Bei Weiterbildung und Firmen empfiehlt sich Software mit SCORM- und xAPI-Support, etwa Cornerstone oder Talentsoft je nach Budget.

Praktische Empfehlungen im Bereich beste Lernplattformen Deutschland: Für knappe Budgets kombiniert man Moodle (lokal oder gehostet) mit BigBlueButton und H5P. Schulen mit zentralem Support greifen zu itslearning oder kommerziellen Clouds, dabei AVV und EU-Hosting prüfen. Hochschulen wählen ILIAS oder Moodle plus Learning Analytics und setzen auf Single-Sign-On. Pilotprojekte, Vertragsprüfung (SLA, AVV, Datenlöschung, Exit-Strategie) sowie begleitende Fortbildung sichern eine erfolgreiche Einführung von Tools digitale Bildung.

FAQ

Was versteht man unter „Bildung und Digitalisierung“?

Bildung und Digitalisierung beschreibt die Verbindung von Lehr‑ und Lernprozessen mit digitalen Technologien. Das umfasst digitale Lernplattformen, Prüfungsformate, administrative Systeme sowie Infrastruktur wie Endgeräte und Netzwerke. In Deutschland prägen Programme wie der DigitalPakt Schule und Hochschulpakte die Umsetzung, während EdTech‑Anbieter und Open Educational Resources (OER) das Angebot ergänzen.

Wie ist der aktuelle Stand der digitalen Ausstattung von Schulen und Hochschulen in Deutschland?

Die Ausstattung variiert stark nach Bundesland. Viele Schulen profitieren vom DigitalPakt Schule, doch Projektrealisierung dauert an. Hochschulen nutzen verbreitet LMS wie Moodle oder ILIAS und erweitern Online‑Studienangebote. Die Bandbreite reicht von gut ausgestatteten Einrichtungen bis zu Schulen mit Nachholbedarf bei Endgeräten und Breitband.

Welche Lernplattformen sind in Deutschland besonders verbreitet und warum?

Moodle und ILIAS sind beliebte Open‑Source‑Lösungen wegen Anpassbarkeit und Community. itslearning wird oft in Schulen genutzt, weil es schulspezifische Werkzeuge und Support bietet. Für Videokonferenzen und Interaktion kommen BigBlueButton, Microsoft Teams, Zoom sowie Tools wie H5P zum Einsatz. Anbieter wie Serlo, Bettermarks und Anton App liefern fachspezifische Inhalte.

Worauf sollten Schulen bei der Auswahl einer Lernplattform besonders achten?

Wichtige Kriterien sind pädagogische Passung, Benutzerfreundlichkeit, Integrationsfähigkeit (z. B. Single Sign‑On, SCORM/xAPI), Skalierbarkeit, Kostenmodell sowie Support. Datenschutz (DSGVO), Hosting in der EU/Deutschland und Barrierefreiheit (WCAG) sind entscheidend. Pilotprojekte und Einbindung von Lehrkräften erleichtern die richtige Entscheidung.

Welche Datenschutz‑ und Sicherheitsaspekte sind bei digitalen Bildungsangeboten zu beachten?

DSGVO‑Konformität ist zentral, besonders bei Minderjährigen. Schulen sollten auf EU‑/DE‑Hosting, AVV (Auftragsverarbeitungsverträge), TLS‑Verschlüsselung, Rollenmanagement und regelmäßige Sicherheitsupdates achten. Bei Nutzung US‑basierter Cloud‑Dienste sind Standardvertragsklauseln oder geeignete Schutzmaßnahmen notwendig.

Was ist der Unterschied zwischen Blended Learning und Flipped Classroom?

Blended Learning kombiniert Präsenz‑ und Online‑Phasen systematisch. Flipped Classroom ist eine Form davon, bei der Wissensvermittlung in digitale Vorphasen (z. B. Videos) verlagert wird, sodass Präsenzzeit für Anwendung, Diskussion und Vertiefung genutzt wird. Beide Formate steigern Interaktivität und individuelle Förderung.

Welche Chancen und Risiken bieten adaptive Lernsysteme?

Adaptive Systeme personalisieren Lernpfade und passen Inhalte an Lernfortschritte an, was Effizienz und Förderung schwächerer Lernender steigern kann. Risiken sind intransparente Algorithmen, mögliche Bias und Datenschutzfragen. Pädagogische Begleitung und Transparenzregeln sind wichtig.

Wie lässt sich Lernmotivation im digitalen Unterricht erhöhen?

Methoden sind Gamification‑Elemente (Punkte, Badges), formative Assessments mit schnellem Feedback, kollaborative Tools (Foren, Wikis, gemeinsame Dokumente) sowie regelmäßige Feedbackschleifen und Mentoring. Beispiele wie Duolingo zeigen, wie Motivation durch kurze, klare Lernziele funktioniert.

Welche technische Infrastruktur benötigen Schulen für stabilen digitalen Unterricht?

Notwendig sind stabile Breitbandanbindung, ausreichend Upload/Download‑Kapazität, Endgeräte (Tablets, Laptops), WLAN‑Infrastruktur, Serverkapazitäten sowie Peripherie wie Headsets und Kameras. IT‑Betrieb, Sicherheitsupdates, Backup‑Strategien und Kostenplanung gehören ebenso zur Infrastruktur.

Wie lässt sich digitale Barrierefreiheit sicherstellen?

Barrierefreiheit verlangt Umsetzung nach WCAG, Unterstützung für Screenreader, alternative Medienformate und Anpassungsmöglichkeiten für Lernende mit Förderbedarf. Plattformen sollten barrierearme Designs bieten und Schulen Leihgeräte sowie angepasste Materialien bereitstellen, um digitale Spaltung zu verringern.

Welche Kompetenzen brauchen Lehrkräfte für digitalen Unterricht?

Lehrkräfte benötigen technische Grundkenntnisse (LMS, Videotools), didaktische Fähigkeiten für digitale Lernarrangements, Datenschutz‑ und Urheberrechtswissen sowie soziale Kompetenzen zur Moderation digitaler Interaktion. Zeitmanagement und hybride Klassenführung sind ebenfalls wichtig.

Welche Fortbildungsformate haben sich als wirksam erwiesen?

Blended‑Professional‑Development mit Präsenzworkshops, Online‑Selbststudium und Coaching ist effizient. Peer‑Learning, Learning Communities, Microlearning‑Module und praxisnahe Zertifikatskurse erleichtern die Umsetzung. Coaching und langfristige Begleitung erhöhen den Erfolg.

Welche Tools eignen sich für Schulen mit begrenztem Budget?

Eine Kombination aus Moodle (lokal oder gehostet) + BigBlueButton + H5P bietet Kosteneffizienz, Datenschutzkontrolle und breite Funktionalität. Open‑Source‑Lösungen reduzieren Lizenzkosten; regionale Rechenzentren und EU‑Hosting sind empfehlenswert.

Was sollten Einrichtungen bei Vertragsabschlüssen mit EdTech‑Anbietern prüfen?

Auf SLAs, AVV, Datenlöschkonzepte, Exit‑Strategien und Datenportabilität achten. Prüfungen zur DSGVO‑Konformität, Hosting‑Standort, Sicherheitsmaßnahmen und Supportvereinbarungen sind Pflicht. Pilotphasen und Evaluationskriterien erleichtern spätere Entscheidungen.

Wie kann die Implementierung neuer Tools didaktisch wirksam gestaltet werden?

Schrittweise Einführung über Pilotprojekte, Einbindung von Lehrkräften in Auswahlprozesse, begleitende Fortbildungen und kontinuierliche Evaluation sind wichtig. Change‑Management, technische Betreuung und klare Ziele für pädagogische Wirkungen sichern den Erfolg.

Welche Rolle spielen Open Educational Resources (OER) in der digitalen Bildung?

OER bieten frei zugängliche Lehr‑ und Lernmaterialien, fördern Austausch und Anpassung und reduzieren Lizenzkosten. Plattformen wie Serlo unterstützen freie Inhalte. Schulen müssen Lizenzfragen beachten und OER in Curricula didaktisch integrieren.

Welche Anbieter sind für berufliche Weiterbildung und Firmen geeignet?

Für Firmen und Weiterbildung sind Plattformen mit SCORM/xAPI‑Support und HR‑Integration sinnvoll. Anbieter wie Cornerstone oder Talentsoft werden oft eingesetzt. Auswahl hängt von Budget, Integrationsbedarf und Reporting‑Anforderungen ab.

Welche Studien und Quellen liefern belastbare Daten zur digitalen Bildung in Deutschland?

Relevante Quellen sind der Bildungsmonitor, Studien der Bertelsmann Stiftung, OECD‑Berichte, Publikationen des BMBF sowie Analysen des Stifterverbands und der Kultusministerkonferenz (KMK). Diese liefern Vergleichsdaten zu Ausstattung, Kompetenzentwicklung und Förderprogrammen.
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