Was sollte man über Kredite wissen?

Was sollte man über Kredite wissen?

Inhaltsangabe

Ein Kredit ist die zeitlich befristete Überlassung von Geld gegen Rückzahlung und Zinsen. Diese Kredit Grundlagen helfen zu verstehen, wie Finanzierungen funktionieren und welche Kosten auf Verbraucher zukommen.

In Deutschland spielen Kredite eine große Rolle bei Anschaffungen, Existenzgründungen und dem Kauf von Immobilien. Banken wie Deutsche Bank und Commerzbank, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Onlinebanken wie ING und DKB sind typische Kreditgeber.

Kreditwissen ist wichtig, weil Kredite das Haushaltsbudget, Sparziele und den Vermögensaufbau beeinflussen. Ein bewusster Kreditvergleich schützt vor hohen Kosten und unerwarteten Verpflichtungen.

Der Artikel bewertet typische Produkte, Konditionen und Entscheidungsfaktoren, damit Leser fundierte Entscheidungen treffen. Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland, etwa Verbraucherschutz, die Rolle der Schufa und die Aufsicht durch die BaFin, werden ebenfalls berücksichtigt.

Was sollte man über Kredite wissen?

Wer einen Kredit aufnehmen will, sollte zuerst die wichtigsten Begriffe kennen. Ein klares Verständnis erleichtert Vergleiche und verhindert Fehlentscheidungen bei der Kredit-Finanzplanung.

Grundbegriffe rund um Kredite

Die Darlehen Begriffserklärung umfasst Wörter wie Darlehen, Kreditnehmer, Kreditgeber, Nominalzins, effektiver Jahreszins, Tilgung, Laufzeit und Annuität. Der effektive Jahreszins zeigt die tatsächlichen Kosten, weil er Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren einbezieht.

Sicherheiten treten in verschiedenen Formen auf. Bei Immobilien sind Grundschuld oder Hypothek üblich. Bürgschaft und Verpfändung dienen als alternative Sicherheiten für Banken.

Warum Kreditwissen für die Finanzplanung wichtig ist

Gutes Kreditwissen hilft, die monatliche Belastung realistisch zu planen. Zins und Laufzeit bestimmen Rate und Gesamtkosten stark.

Bei der Budgetplanung empfiehlt sich eine Reserve für unerwartete Ausgaben. Das verbessert die Stabilität der persönlichen Kredit-Finanzplanung.

Prioritäten setzen ist entscheidend. Konsumkredite und Investitionskredite unterscheiden sich in Zweck und Risiko.

Unterschiede zwischen Verbraucherkredit und Baukredit

Der Verbraucherkredit ist meist ein unbesicherter Ratenkredit. Er eignet sich für Auto, Möbel oder Elektronik. Laufzeiten sind kurz bis mittel.

Baukredite sind langfristig und oft durch eine Grundschuld gesichert. Typische Formen sind Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen. Zwischenfinanzierung und Anschlussfinanzierung kommen häufig vor.

Bei Baukrediten spielen Zinsbindungsfrist und mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen eine große Rolle. Fördermittel wie Programme der KfW lassen sich oft integrieren.

Arten von Krediten und typische Verwendungszwecke

Bankkunden stehen vor einer Wahl aus verschiedenen Kreditformen. Jede Art erfüllt andere Ziele und bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich. Ein klarer Überblick hilft bei der Auswahl für Alltag, Bauprojekte oder Förderungen.

Ratenkredit für Konsum und Anschaffungen

Der Ratenkredit ist ein unbesicherter Konsumkredit mit fester Laufzeit und konstanten Raten. Er eignet sich für Auto, Möbel, Elektronik oder Urlaube.

Direktbanken wie ING und Consorsbank bieten schnelle Angebote. Vergleichsportale wie Check24 und Verivox vereinfachen den Vergleich. Vorteile sind die rasche Auszahlung und keine benötigten Sicherheiten. Nachteile sind tendenziell höhere Zinssätze als bei besicherten Darlehen.

Bau- und Immobilienkredit für Eigenheim und Investitionen

Ein Baukredit umfasst Baudarlehen, Annuitätendarlehen sowie Zwischen- und Anschlussfinanzierungen. Er ist zentral für Erwerb, Neubau, Modernisierung und energetische Sanierung.

Wichtige Faktoren sind Beleihungsauslauf, Eigenkapitalquote, Zinsbindung und Tilgungssatz. Hausbanken und Bausparkassen wie BHW oder Schwäbisch Hall sind oft beteiligt. Eine durchdachte Immobilienfinanzierung reduziert Risiken und erleichtert langfristige Planung.

KfW- und Förderkredite: Vorteile für bestimmte Vorhaben

KfW KreditProgramme bieten zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für Energieeffizienz, Modernisierung, Existenzgründung und Studium. Förderkredit Deutschland erleichtert besonders nachhaltige oder soziale Projekte.

KfW-Förderkredite lassen sich häufig mit Hausbankdarlehen kombinieren. Zugangsbedingungen und Antragsschritte variieren je Programm. Niedrige Zinsen und mögliche Tilgungszuschüsse machen diese Angebote attraktiv für Bauherren und Investoren.

Kreditkonditionen verstehen: Zinsen, Laufzeit und Gebühren

Wer einen Kredit vergleicht, sollte die wichtigsten Konditionen klar vor Augen haben. Kleine Unterschiede beim Nominalzins können die monatliche Belastung ändern. Der effektiver Jahreszins zeigt, wie teuer ein Kredit wirklich wird, weil er Gebühren und Nebenleistungen mit einbezieht.

Nominalzins beschreibt den reinen Sollzins, der auf das geliehene Kapital berechnet wird. Er sagt nichts über zusätzliche Kosten aus. Beim Vergleich von Angeboten gilt: Der Nominalzins ist nur ein Baustein.

Effektiver Jahreszins inkludiert Bearbeitungsgebühren, Vermittlerkosten und Kontoführungsgebühren. Banken in der EU müssen diesen Wert ausweisen, damit Verbraucher Angebote transparent gegenüberstellen können. Bei gleicher monatlicher Rate bietet der effektivere Jahreszins den besseren Vergleichswert.

Die Kreditlaufzeit beeinflusst sowohl Rate als auch Gesamtkosten Kredit. Kurze Laufzeiten drücken die Zinslast und reduzieren die Gesamtkosten Kredit. Lange Laufzeiten senken die monatliche Belastung, erhöhen jedoch die Zinszahlungen über die Laufzeit.

Empfehlenswert ist, verschiedene Kreditlaufzeiten zu simulieren und den Tilgungssatz zu variieren. So zeigt sich, welche Rate tragbar ist und wie sich die Gesamtkosten Kredit verändern.

Kreditgebühren fallen in zwei Kategorien an: einmalige und laufende Kosten. Einmalige Gebühren sind etwa Bearbeitungsgebühren oder Notarkosten bei Immobilien. Laufende Kreditgebühren können Kontoführung oder Verwaltungspauschalen sein.

Versteckte Kosten lauern oft bei Vermittlern oder für Sonderleistungen. In Deutschland schützt Verbraucherschutz viele Aspekte. Trotzdem sollte jedes Angebot auf transparente Angaben zu Kreditgebühren und zum effektiven Jahreszins geprüft werden.

Bonität und Kreditwürdigkeit

Die Bonität entscheidet, wie Banken und Kreditinstitute Anträge bewerten. Wer seine finanzielle Lage klar dokumentiert, erhöht die Chancen auf günstige Konditionen. Zu den Unterlagen zählen ein belastbarer Einkommensnachweis und eine sorgfältig erstellte Haushaltsrechnung.

Was die Schufa-Auskunft aussagt

Die Schufa-Auskunft fasst Kontaktdaten zu laufenden Verträgen, Kreditlinien und gegebenenfalls negativen Einträgen zusammen. Positivdaten zeigen bestehende Vertragsverhältnisse. Negative Einträge wie Mahnbescheide mindern das Vertrauen der Kreditgeber. Anfragen lassen Rückschlüsse auf Suchverhalten und Kreditinteresse zu.

Jeder Verbraucher hat das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft. Ein Blick in die Schufa-Auskunft hilft, falsche Einträge zu erkennen und zu korrigieren.

Wie Einkommen, Beschäftigungsdauer und Ausgaben die Kreditentscheidung beeinflussen

Regelmäßiges Einkommen und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Kreditbewilligung. Banken verlangen einen Einkommensnachweis, um die Tragfähigkeit eines Kredits zu prüfen.

Die Haushaltsrechnung zeigt, wie viel Netto vom Einkommen für Raten bleibt. Fixkosten, Unterhaltsverpflichtungen und bestehende Kredite fließen in die Bewertung ein. Selbstständige liefern oft Steuerbescheide und betriebswirtschaftliche Auswertungen.

Maßnahmen zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit

Schulden schrittweise abbauen und offene Forderungen begleichen reduziert negative Einträge. Pünktliche Zahlungen vermeiden Mahnverfahren und stabilisieren den Score.

  • Regelmäßig Kontoauszüge und Rechnungen prüfen.
  • Fehler in der Schufa-Auskunft schriftlich korrigieren lassen.
  • Bürgschaft oder Mitantragsteller können kurzfristig die Bonität stärken.
  • Bei Bauvorhaben mehr Eigenkapital erhöhen, um Kreditwürdigkeit verbessern zu können.

Eine saubere Haushaltsrechnung und vollständige Einkommensnachweise bilden die Basis. Wer diese Unterlagen vorlegt, schafft Vertrauen bei Kreditgebern und beeinflusst die Bonität positiv.

Tilgungsmodelle und Rückzahlungsstrategien

Beim Hauskauf oder bei größeren Finanzierungen entscheidet die Wahl des Tilgungsmodells über Kosten und Planbarkeit. Leser erhalten hier kompakte Informationen zu Varianten, wie sie einen klaren Tilgungsplan erstellen und Chancen für Sondertilgung oder Umschuldung erkennen.

Annuitätendarlehen und konstante Monatsraten

Das Annuitätendarlehen kombiniert Zins- und Tilgungsanteil zu einer gleichbleibenden Rate. Zu Beginn ist der Zinsanteil hoch, mit der Zeit steigt der Tilgungsanteil. Viele Bauherren wählen dieses Modell wegen der einfachen Planbarkeit und weil Banken wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Sparkassen es oft als Standard anbieten.

Tilgungsplan kalkulieren und Sondertilgungen nutzen

Ein Tilgungsplan zeigt Monat für Monat die Restschuld, gezahlte Zinsen und den verbleibenden Tilgungsanteil. Er erleichtert Entscheidungen über Sondertilgung und Laufzeit. Wer zusätzliche Einzahlungen leistet, reduziert die Restschuld und spart Zinskosten.

Vertragsbedingungen klären, bevor Zahlungen erfolgen. Einige Anbieter erlauben jährliche Sondertilgung bis zu einem festen Prozentsatz kostenfrei. Andere verlangen Vorfälligkeitsentschädigung bei außerplanmäßiger Rückzahlung.

Umschuldung: Wann sie sinnvoll ist

Eine Umschuldung lohnt, wenn Marktzinsen deutlich unter dem Vertragssatz liegen oder wenn günstigere Konditionen die monatliche Belastung senken. Vor einer Entscheidung sollte die Vorfälligkeitsentschädigung gegen die erwartete Ersparnis gerechnet werden.

  • Konditionen vergleichen und mehrere Angebote einholen.
  • Beratung durch unabhängige Finanzberater prüfen.
  • Anschlussfinanzierung bei Vertragsende rechtzeitig planen.

Risiken, Rechte und Schutz für Kreditnehmer

Kreditverträge bringen Chancen und Pflichten mit sich. Leser finden hier kompakte Hinweise, wie sie Kreditrisiken abschätzen, Verbraucherrechte Kredit wahrnehmen und passende Schutzmaßnahmen wählen.

Vertragsfallen und versteckte Kosten erkennen

Banken und Finanzdienstleister listen nicht immer alle Nebenkosten klar auf. Typische Fallen sind undurchsichtige Bearbeitungsgebühren, variable Zinsklauseln und lange Mindestlaufzeiten.

Praktische Prüfpunkte: Gesamtkosten erfragen, effektiven Jahreszins kontrollieren und AGB sowie Pflichtangaben systematisch lesen. Eine präzise Kalkulation hilft, unerwartete Belastungen zu vermeiden.

Widerrufsrecht und vorzeitige Rückzahlung

Bei Verbraucherkrediten gilt meist ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Formvorschriften und Ausnahmen beeinflussen die Gültigkeit des Widerrufs. Wer unsicher ist, sollte Fristen schriftlich notieren.

Vorzeitige Rückzahlung kann Kosten reduzieren. Bei Immobilienkrediten ist mit einer Vorfälligkeitsentschädigung zu rechnen, solange Zinsbindungen laufen. Bei vielen Konsumentenkrediten ist die Rückzahlung kostenfrei möglich, wenn der Vertrag das nicht ausschließt.

Versicherungen und Absicherung gegen Zahlungsausfall

Absicherungen wie Restschuldversicherung, Risikolebensversicherung oder Absicherungen bei Arbeitsunfähigkeit bieten Schutz bei Zahlungsausfall. Die Restschuldversicherung deckt oft das Risiko bei Todesfall oder Arbeitslosigkeit.

Versicherungsangebote sollten auf Kosten, Ausschlüsse und mögliche Doppelversicherungen geprüft werden. Ein unabhängiger Vergleich empfiehlt sich, bevor langfristige Beiträge gebunden werden.

Beratung und Verbraucherschutz

Verbraucherschutz in Deutschland bietet Anlaufstellen wie Verbraucherzentrale und unabhängige Berater. Dort erhalten Kreditnehmer Unterstützung bei strittigen Klauseln und Hinweisen zu Verbraucherrechte Kredit.

Frühzeitige Beratung reduziert Fehler beim Vertragsabschluss und mindert Kreditrisiken. Wer Unterlagen vorbereitet mitbringt, erhält gezieltere Hilfe.

Praktische Tipps zur Auswahl und zum Abschluss eines Kredits

Vor dem Kredit abschließen sollte er seine Finanzsituation genau prüfen. Eine einfache Haushaltsrechnung zeigt, welche Monatsrate tragbar ist. Laufzeit und gewünschte Tilgung legt er fest, damit spätere Überraschungen ausbleiben.

Mehrere Angebote einholen und vergleichen ist zentral. Kreditvergleich Tipps helfen, effektiven Jahreszins, Gesamtkosten und Gebühren gegenüberzustellen. Dabei sind Kreditvergleichsportale wie Check24 oder Verivox nützlich, doch auch das Angebot der Hausbank lohnt einen Blick.

Beim Angebotscheck auf Transparenz achten: Effektivzins, Bearbeitungsgebühren und Sondertilgungsrechte sind entscheidend. Das Kleingedruckte zu AGB, Kündigungsfristen und Sicherheiten genau lesen. Unabhängige Kreditberatung, etwa durch Verbraucherzentralen oder zertifizierte Finanzberater, bietet zusätzliche Sicherheit.

Für den Abschluss vorbereitet sein: Einkommensnachweise, Kontoauszüge und Identitätsnachweis bereithalten. Nach dem Abschluss sollte er den Tilgungsplan ausdrucken, Konten einrichten und Sondertilgungen planen. Wer die Zinsentwicklung beobachtet, findet bei Bedarf die besten Kredite Deutschland für eine spätere Umschuldung.

FAQ

Was ist ein Kredit und welche Rolle spielt er im Alltag?

Ein Kredit ist die zeitlich befristete Überlassung von Geld gegen Rückzahlung und Zinsen. Er ermöglicht Anschaffungen wie Auto oder Möbel, die Gründung eines Unternehmens und den Immobilienkauf. Banken wie Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Onlinebanken wie ING oder DKB und Förderinstitute wie die KfW sind typische Kreditgeber in Deutschland. Kredite haben Einfluss auf Haushaltsbudget, Sparziele und Vermögensaufbau und sollten daher bewusst in die Finanzplanung integriert werden.

Welche Grundbegriffe rund um Kredite sollte man kennen?

Zu den zentralen Begriffen gehören Darlehen, Kreditnehmer, Kreditgeber, Nominalzins, effektiver Jahreszins, Tilgung, Laufzeit, Annuität, Restschuld und Sicherheiten. Der Nominalzins ist der Basiszins; der effektive Jahreszins umfasst Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren und ist für Vergleiche entscheidend. Als Sicherheiten kommen bei Immobilien Grundschuld oder Hypothek infrage; bei Konsumkrediten sind oft keine Sicherheiten erforderlich.

Worin unterscheidet sich ein Verbraucherkredit von einem Baukredit?

Ein Verbraucherkredit (Ratenkredit) ist meist kurz- bis mittelfristig, unbesichert und eignet sich für Auto, Möbel oder Elektronik. Ein Bau- oder Immobilienkredit ist langfristig, oft durch eine Grundschuld gesichert und kann Formen wie Annuitätendarlehen, Tilgungsdarlehen, Zwischen- und Anschlussfinanzierung haben. Baukredite beinhalten Besonderheiten wie Zinsbindungsfristen, Vorfälligkeitsentschädigungen und Förderintegration (z. B. KfW).

Welche Kreditarten gibt es und wofür werden sie typischerweise verwendet?

Typische Kreditarten sind Ratenkredite für Konsum und Anschaffungen, Bau- und Immobilienkredite für Erwerb, Neubau oder Modernisierung und KfW-/Förderkredite für Energieeffizienz, Existenzgründung oder Studierende. Ratenkredite sind schnell und unbesichert, Baukredite sind langlaufend und abhängig von Beleihungsauslauf und Eigenkapital, während Förderkredite oft zinsgünstige Konditionen oder Zuschüsse bieten.

Wie unterscheiden sich Nominalzins und effektiver Jahreszins?

Der Nominalzins gibt allein den Zinssatz an, auf den Zinszahlungen berechnet werden. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren und Vermittlerkosten. Deshalb ist der effektive Jahreszins das bessere Vergleichsmaß für die tatsächlichen Kreditkosten.

Wie wirken sich Laufzeit und Tilgung auf monatliche Rate und Gesamtkosten aus?

Eine längere Laufzeit senkt die monatliche Rate, erhöht aber die Gesamtzinsbelastung. Eine kürzere Laufzeit erhöht die Monatsrate, spart dafür Zinsen. Der Tilgungssatz beeinflusst, wie schnell die Restschuld sinkt. Beispiele und Simulationen mit verschiedenen Laufzeiten helfen, eine passende Balance zwischen Monatsrate und Gesamtkosten zu finden.

Welche Gebühren können bei Krediten anfallen?

Einmalige Gebühren können Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungszinsen, Notar- und Grundbuchkosten bei Immobilien sein. Laufende Gebühren umfassen Kontoführungs- oder Verwaltungskosten. Versteckte Kosten treten bei Vermittlungsprovisionen oder Sonderleistungsgebühren auf. Verbraucher sollten auf Transparenz achten und den effektiven Jahreszins prüfen.

Was sagt die Schufa-Auskunft aus und wie beeinflusst sie die Kreditvergabe?

Die Schufa speichert Daten zu bestehenden Krediten, Leasingverträgen und Zahlungsausfällen. Der Schufa-Score beeinflusst Zinssatz und Kreditentscheidung. Es gibt Positiv- und Negativdaten sowie Anfragen. Verbraucher haben das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft, um Einträge zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Welche Faktoren neben der Schufa beeinflussen die Kreditwürdigkeit?

Einkommen, Beschäftigungsdauer, Arbeitsverhältnis (befristet vs. unbefristet), Haushaltsrechnung und bestehende Verbindlichkeiten zählen. Selbständige benötigen meist zusätzliche Unterlagen wie Steuerbescheide. Eine stabile Einkommenssituation und niedrige Fixkosten verbessern die Chancen auf günstige Konditionen.

Wie kann man seine Kreditwürdigkeit verbessern?

Maßnahmen sind das Abbezahlen bestehender Schulden, pünktliche Zahlungen zur Vermeidung von Mahnverfahren, Korrektur falscher Auskunfteieinträge und gegebenenfalls das Einbringen einer Bürgschaft oder eines Mitantragstellers. Bei Immobilienfinanzierungen hilft ein höherer Eigenkapitalanteil.

Was ist ein Annuitätendarlehen und warum ist es verbreitet?

Ein Annuitätendarlehen hat eine konstante Monatsrate, zusammengesetzt aus Zins- und Tilgungsanteil. Der Zinsanteil sinkt im Zeitverlauf, der Tilgungsanteil steigt. Es bietet Planbarkeit und ist Standard bei Immobilienfinanzierungen.

Wie funktionieren Sondertilgungen und wann lohnen sie sich?

Sondertilgungen sind zusätzliche Zahlungen, die die Restschuld verringern und Zinskosten senken. Ihre Kostenfreiheit und Höhe sind vertraglich geregelt. Sie lohnen sich, wenn dadurch die Laufzeit deutlich verkürzt oder Zinskosten reduziert werden. Vorab sollten Regeln und mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen geprüft werden.

Wann ist eine Umschuldung sinnvoll?

Umschuldung lohnt sich bei deutlich gesunkenen Marktzinssätzen, zur Verbesserung der Konditionen, Verkürzung der Laufzeit oder Senkung der Monatsrate. Dabei sind Vorfälligkeitsentschädigungen und Umschuldungskosten gegen die erwarteten Einsparungen abzuwägen.

Welche Risiken und Vertragsfallen sollten Kreditnehmer beachten?

Häufige Fallen sind intransparente Bearbeitungsgebühren, variable Zinsklauseln, versteckte Zusatzkosten und unklare Kündigungsbedingungen. Kreditnehmer sollten den effektiven Jahreszins, AGB und alle Pflichtangaben sorgfältig prüfen und auf vollständige Kostenaufstellung bestehen.

Welche Rechte hat man beim Widerruf und bei vorzeitiger Rückzahlung?

Verbraucherkreditverträge bieten in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Bei vorzeitiger Rückzahlung von Immobilienkrediten kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen, während Verbraucherkredite oft kostenfrei vorzeitig zurückgezahlt werden können. Fristen, Formvorschriften und mögliche Kosten sind vertraglich festgelegt.

Welche Versicherungen machen bei Krediten Sinn?

Sinnvolle Absicherungen können Restschuldversicherung, Risikolebensversicherung oder Absicherung gegen Arbeitsunfähigkeit sein. Wichtig ist, Kosten, Ausschlüsse und Überschneidungen mit bestehenden Policen zu prüfen. Eine unabhängige Beratung hilft bei der Bewertung.

Wie bereitet man sich praktisch auf einen Kreditantrag vor?

Zuerst sollte die eigene Finanzsituation analysiert werden: Haushaltsrechnung, gewünschte Laufzeit und maximal tragbare Monatsrate. Dann mehrere Angebote einholen und den effektiven Jahreszins, Gebühren und Sondertilgungsrechte vergleichen. Wichtige Unterlagen sind Einkommensnachweise, Kontoauszüge und Identitätsnachweis (z. B. PostIdent oder VideoIdent).

Welche Rolle spielen Vergleichsportale und die Hausbank bei der Kreditwahl?

Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox liefern schnelle Marktübersichten, ersetzen aber nicht die Prüfung individueller Konditionen. Die Hausbank bietet oft persönliche Beratung und Kenntnis der Kundenhistorie. Beide Quellen sollten genutzt und Angebote gegenübergestellt werden.

Welche Checkliste hilft beim Kreditabschluss?

Vor Abschluss sollten Effektivzins und Gesamtkosten verglichen, Bearbeitungs- und laufende Gebühren geprüft, Sondertilgungsrechte geklärt und notwendige Unterlagen bereitgestellt werden. Unabhängige Beratung durch Verbraucherzentralen oder zertifizierte Finanzberater wird empfohlen.

Wie kann man versteckte Kosten im Kreditvertrag erkennen?

Auf Formulierungen zu Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungszinsen, Vermittlerprovisionen und Sonderleistungsgebühren achten. Den effektiven Jahreszins kontrollieren und das Kleingedruckte in AGB und Nebenvereinbarungen lesen. Bei Unklarheiten Rückfragen stellen und schriftliche Kostenzusammenstellungen verlangen.
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